Thetahealing

Zellkommunikation – Wie wir die Gedanken und Gefühle anderer ständig wahrnehmen, ohne es zu merken

Seit langem beschäftige ich mich mit diesem Thema, aber erst in den letzten Monaten bekam ich Klarheit darüber.

Wir Menschen sind uns gar nicht bewusst, dass unsere wahre Kommunikation eigentlich auf der Zellebene stattfindet.

In den letzen 50 Jahren wurde viel darüber geforscht, wie Zellkommunikation funktioniert. Eine der bekanntesten Studien ist das Pflanzenexperiment des Wissenschaftlers Cleve Backster, in dem er herausfand, dass Pflanzen und Bäume Gedanken wahrnehmen können.

Er nahm einen Dracea-Baum und schloß ihn an einen Lügendetektor an. Als er ihm Gedanken, wie „ich gehe jetzt Streichhölzer holen und werde dir die Blätter verbrennen“ schickte, schlugen die Zeiger des Detektors genauso stark aus, wie typischerweise bei einem verängstingten Menschen. Als er aber mit den Streichhölzern vor der Pflanze stand und sich nichts dabei dachte, zeigte die Dracea keine Reaktion.

Wir Menschen funktionieren ganz ähnlich wie Pflanzen und Bäume, sind uns dessen aber nicht bewusst. Wir können zwar alles in unserer Umgebung wahrnehmen, blocken diese Wahrnehmungen aber unbewusst, damit es uns nicht zu viel wird.

Gedanken lesen

Wie stark die unbewusste Kommunikation sein kann, habe ich in einer Auseinandersetzung mit meinem Mann erlebt. Wütend ging ich ins Badezimmer und dachte etwas (nicht so Schönes) über ihn. Auf einmal kam er verärgert herein und sagte: „Hör auf, ständig zu sagen, dass ich so und so bin“. Ich war fassungslos! Er hatte meine Gedanken unbewusst gelesen und sie hatten ihm wirklich weh getan.

Meine Absicht war es natürlich nicht gewesen, ihn zu verletzen, aber danach wurde mir klar, wie stark die Macht unserer Gedanken sein kann. Denken wir positiv, blüht alles um uns herum. Denken wir negativ, trocknet alles in unserer Umgebung, aus.

Erst als ich mich intensiv mit ThetaHealing beschäftigte, wurde mir bewusst, dass ich die Gedanken und Gefühle anderer schon mein ganzes Leben lang wahrnehmen konnte.

In meiner Kindheit hatte ich Großeltern, bei denen ich mich überhaupt nicht wohl fühlte. Die anderen Großeltern wiederum liebte ich von ganzem Herzen. Beide Omas haben wundervoll gekocht und sie haben gut für uns gesorgt. Beide waren auch immer herzlich. Aber die eine Oma, obwohl sie sehr streng war, hatte unendlich viel Liebe für uns. Man konnte diese Liebe von weither spüren. Sie hat nie Wörter wie „ich hab Dich lieb“ benützt, aber wir wussten immer, dass ihr Herz für uns Enkelkinder immer offen war. Wir hatten auch oft Auseinandersetzungen mit ihr, weil sie keine einfache Frau war, aber an ihrer Liebe haben wir nie gezweifelt.

Die andere Oma dagegen wusste leider nicht, was Liebe ist. Sie hat uns immer herzlich empfangen, aber richtig geliebt hat sie uns nie. Und das konnte ich schon als Kind fühlen. Noch interessanter war, dass es bei ihr im Haus immer kalt war. Obwohl die Heizung lief, konnte man die Kälte immer fühlen. Diese Großeltern haben nie etwas Schlechtes zu mir gesagt, aber ihre Zellen haben immer diese kühle Energie ausgestrahlt. Erst als ich erwachsen war wurde mir bewusst, wie wenig Liebe bei ihnen vorhanden war.

Was sendest Du aus?

Wir alle tragen Sensoren in unseren Zellen, die uns Informationen über unsere Umgebung übermitteln. Was wir über eine bestimmte Person denken oder fühlen, hängt von dem ab, was unsere Sensoren in dem anderen wahrnehmen. Bei Kindern sind diese Sensoren besonders sensibel, weil ihre Wahrnehmungen viel stärker sind als bei den Erwachsenen.

Früher nahm ich meiner Mutter viele Sachen übel. Ich habe mich oft beklagt, dass ich von ihr nichts bekommen habe. Ich konnte nicht wahrnehmen, wie viel sie im Leben für mich getan hat, weil mich immer ein tiefes Mangelgefühl begleitete. Tief in meinem Herzen fühlte ich mich nicht richtig.

Als ich im Oktober letzten Jahres an dem Seminar „Du und Dein innerer Kreis“ teilnahm, bekam ich Klarheit über mein Leben. Mir wurde bewusst, dass ich mein ganzes Leben lang von meiner Mutter erwartet hatte, geliebt zu werden, diese Liebe aber nie bekommen habe, weil sie nicht wusste, was Liebe überhaupt bedeutet.

Meine Mutter gab mir alles Materielle, was in ihrer Macht stand. Sie hat für uns gekocht, sie hat Geld verdient, sie hat für uns gesorgt. Ich hatte alles, was ich gebraucht habe. Sogar im Krieg haben meine Eltern dafür gesorgt, dass es mir gut geht. Aber erst durch das Seminar verstand ich, dass ich mich danach sehnte, durch Liebe genährt zu werden. Und das fehlte mir mein ganzes Leben. Ich versuchte oft, diese Liebe durch Essen zu ersetzen, aber das funktionierte natürlich nicht.

Obwohl sie mir hin und wieder sagte, dass sie mich liebt, habe ich meiner Mutter nie geglaubt, weil ihre Zellen etwas ganz anderes ausstrahlten. Sie wusste eigentlich nicht, was Liebe ist und wie sie sich anfühlt. Daher konnte sie mir dieses Gefühl nie beibringen.

Wenn ein Kind durch Liebe genährt wurde, dann wird es immer ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit in sich tragen. Es wird wissen, dass es unterstützt und ermutigt wird und dass es richtig ist, so wie es ist.

Im anderen Fall wird sich das Kind als unsicher entwickeln, begleitet von dem Gefühl, minderwertig oder wertlos zu sein. Daher haben mich Gedanken wie „ich bin nie gut genug“, „ich bin nicht schön“ oder „die anderen sind besser als ich“ lange begleitet.

Die Unbewusste Wahrnehmung

Warum fühlen sich viele Menschen von ihren Eltern abgelehnt, nicht gesehen oder nicht anerkannt. Weil es die Eltern ausstrahlen. Ganz einfach! Verbal haben sie natürlich etwas ganz anderes vermittelt, aber ihre Zellen strahlten aus, was sie eigentlich tief in sich drinnen glaubten. 

Alles, was wir denken und fühlen, können die anderen unbewusst wahrnehnmen und auch umgekehrt. Demzufolge leiden auch viele Kinder unter den Gedanken und Überzeugungen ihrer Eltern.

Unsere Eltern konnten nichts dafür. Sie wussten es nicht besser. Aber wir wissen es und können durch die Selbstveränderung so viel für unsere Eltern oder Kinder tun.

Ich bin dankbar, dass ich bis heute vieles aus meiner Kindheit verändern konnte. Und alles, womit mich meine Mutter nicht versorgen konnte, bekam ich durch die Schöpfung. Das Wunderbare daran ist, dass ich ihr damit ebenfalls helfen konnte. Sie fühlt sich jetzt viel mehr geliebt und wertgeschätzt. Und unsere Beziehung hat sich vollkommen zum Positiven verändert.

Wir Menschen sind viel mehr als wir denken. Unsere Fähigkeiten, andere zu lesen und ihre Überzeugungen wahrzunehmen, ist bemerkenswert.

Es ist spannend zu beobachten, wie sich unser tägliches Leben auf der unbewussten Ebene abspielt. Und dabei machen wir nichts, außer denken und fühlen!

Deshalb glaube ich, dass es wichtig ist, bei sich selbst aufzuräumen. Darauf zu achten, was unsere Zellen ausstrahlen und es zu verändern. Nach dem Vorfall mit meinem Mann gehe ich viel achtsamer mit meinen Gedanken um. Vor allem weil ich weiß, wie sehr ich jemanden damit verletzen kann.

Jeder von uns kann die Welt verändern, wenn er nur bei sich selbst anfängt. Wenn unsere Kindheit traumatisch war, dann können wir es ändern. Wenn wir keine Möglichkeit hatten, Gefühle von Liebe und Wertschätzung zu lernen, dann können wir es durch die Schöpfung tun.

Unsere Kinder können nichts dafür, wenn wir im Leben verletzt wurden. Aber wir haben die Macht, diese Überzeugungen zu verändern, damit wir ihnen Gefühle von wahrer Liebe und Freude vermitteln können.

Lebe selbstbestimmt und frei! Nutze Deine Schöpferkraft!

Tatjana